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Mondlicht Move

Guter Start in Weißensee

Seit knapp einem Jahr unterstützt und begleitet das Projekt Mondlicht Move übergewichtige und adipöse Menschen sowie Personen, die gleichzeitig an einer Binge Eating Störung leiden. Wir berichten, wie sich das Projekt in den letzten Monaten entwickelt hat.

 

Nach einer Übergangsphase zogen im September 2017 zunächst drei junge Menschen in die Wohngemeinschaft in Berlin-Weißensee ein. Inzwischen nehmen insgesamt sechs Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 29 Jahren an den Gruppenaktivitäten teil. So unterschiedlich ihre Beweggründe auch sind, allen gemeinsam ist der Wunsch, eine gute Balance zwischen ihrer regelmäßigen Nahrungsaufnahme, ihrer Alltagsbewältigung und täglichen Bewegung herzustellen. Projektleiterin Silke Springer und ihr Team begleiten und unterstützen die Bewohner dabei mit alltagspraktischer Anleitung, Therapie- und Bewegungsangeboten sowie Ernährungsberatung. »Ziel ist es, die jungen Menschen zu befähigen, ihre Ziele und Aufgaben zu formulieren und anzugehen«, erklärt Silke Springer.

Gutes Miteinander in und außerhalb der Wohngemeinschaft

In der geschlechtergemischten WG gibt es keine Rund-um-die Uhr-Betreuung, weshalb der Wille zur Veränderung, Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit wichtige Voraussetzungen für eine Aufnahme sind. Nach einer Probezeit wird gemeinschaftlich über den Verbleib in der WG entschieden. Im Zusammenleben geht es um mehr als nur um das Thema Essen. Es geht darum zusammen den Haushalt zu führen, um gegenseitige Rücksichtnahme und einen fürsorglichen und wertschätzenden Umgang miteinander. »Die jetzige Gruppe versteht sich sehr gut«, so Silke Springer.

 

Auch das einvernehmliche Wohnen mit den Immobilienbesitzern auf demselben Grundstück klappt gut. Denn das Haus und die Remise in der Charlottenburger Straße sind in Besitz der Familie Bückmann, die seit 2002 an NWiK vermietet. »Von Beginn an war der ausschlaggebende Punkt, dass die Chemie stimmt und getroffene Vereinbarungen eingehalten werden. Dies ist die Basis für die seitdem sehr gute Zusammenarbeit«,  berichtet Alexandra Dumke-Bückmann.

Ständiger Lernprozess

Das Fazit von Silke Springer ist entsprechend positiv: »Es ist gut angelaufen. Inhaltlich bessern wir immer wieder nach, nutzen die täglichen Erfahrungen und versuchen unsere Angebote den Erfordernissen der Bewohner anzupassen. Deshalb ist der Umgang mit den komplexen Herausforderungen auch für uns ein ständiger Lernprozess.«