
12. Fachtagung Therapeutische Wohngruppen Berlin: Austausch für die Zukunft der Jugendhilfe
Als Mitglied des Arbeitskreises Therapeutische Wohngruppen Berlin engagiert sich nwik aktiv für die Weiterentwicklung der therapeutischen Jugendhilfe. Eine wichtige Grundlage dafür ist der fachliche Austausch über aktuelle Herausforderungen, neue Erkenntnisse und zukunftsweisende Perspektiven.
Die 12. Fachtagung Therapeutische Wohngruppen Berlin am 14. Oktober 2026 bot hierfür den passenden Rahmen. Unter dem Titel „Das Kernkonzept des Pädagogisch-Therapeutischen Milieus damals und heute“ kamen rund 250 Fach- und Führungskräfte aus Jugendhilfe, Wissenschaft, Kinder- und Jugend-psychiatrie sowie Vertreter*innen von Jugendämtern und der Berliner Senatsverwaltung zusammen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie jungen Menschen auch unter schwierigen Lebensbe-dingungen verlässliche Beziehungen, Sicherheit und Stabilität geboten werden können. Impulse lieferten unter anderem Prof. Dr. Silke Gahleitner, Maite Gabriel, Anna Nikitin und Dr. Jakob Florack, die das Thema aus wissenschaftlicher, jugendhilfepolitischer und kinder- und jugendpsychiatrischer Perspektive beleuchteten.
Auch die Therapeutische Wohngruppe Mäander brachte ihre fachliche Expertise ein. Im Workshop „Musterdurchbrechung braucht Musterwürdigung“ wurde aufgezeigt, wie erlernte Verhaltens- und Bezieh-ungsmuster besser verstanden werden können, um neue Entwicklungswege für junge Menschen zu eröffnen.
Ein zentrales Fazit des Fachtags: Wirksame Beziehungsarbeit braucht engagierte Fachkräfte ebenso wie Zeit, Kontinuität und verlässliche Rahmen-bedingungen. Nur so können junge Menschen in belastenden Lebenssituationen nachhaltig begleitet und unterstützt werden.
Die Veranstaltung machte erneut deutlich, wie wichtig der fachliche und fachpolitische Austausch ist, um den wachsenden Anforderungen der Jugendhilfe zu begegnen. Gemeinsam mit den Partnern im Arbeits-kreis Therapeutische Wohngruppen Berlin setzt sich nwik weiterhin dafür ein, die Perspektiven junger Menschen sichtbar zu machen, bewährte Konzepte weiterzuentwickeln und die Zukunft der therapeu-tischen Jugendhilfe aktiv mitzugestalten.